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Einbau des Motors in das Bismarck-RC-Modell.
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Einbau des Decksteils 215 in das Bismarck-Modell.
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Der Tarnanstrich der Bismarck

In Bauanleitung 135 haben wir Sie auf die drei Möglichkeiten hingewiesen, wie Sie den Endanstrich der BISMARCK gestalten können (sehen Sie sich die entsprechenden Seiten gegebenenfalls noch einmal an). Dort haben wir Ihnen die Version 1 vorgestellt: Die Farbgebung des Schlachtschiffs in den Tagen vor seinem Untergang.

Jetzt möchten wir Ihnen erläutern, wie Sie die Tarnbemalung gemäß Version 2 und Version 3 durchführen können. Noch einmal sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Version 3 nur für sehr erfahrene Modellbauer geeignet ist, da das Auftragen der Tarnstreifen auf den Aufbauten eine Airbrush (Spritzpistole) erfordert. Von einer Bemalung mit Pinsel raten wir dringend ab. Der Versuch, diesen Tarnanstrich ohne geeignete Ausrüstung und ohne Beherrschung der Maltechnik auszuführen, kann das Aussehen des Modells dauerhaft ruinieren.

Version 2

Diese Tarnbemalung wies die Bismarck am 21. Mai 1941 für einige Stunden in den norwegischen Fjorden auf.
An den Aufbauten ist die Tarnbemalung entfernt. Lediglich am Rumpf finden sich schwarz-weiße Tarnstreifen und die komplett aufgemalte Heckwelle.

Tarnstreifen am Rumpf
Um die Maße aus dem Plan entsprechend auf das Modell übertragen zu können, brauchen Sie zwei Hilfslinien.



Messen Sie zunächst den Abstand von der Bugspitze bis zum Rand des Plans. Das Ergebnis übertragen Sie auf den Schiffsboden, indem Sie den Abstand mit einem Punkt auf dem Plan markieren.





Verbinden Sie die Bugspitze und den markierten Punkt Höhe Schiffsboden durch eine Linie. Für den Heckbereich des Schiffs gehen Sie nach gleichem Muster vor.





Messen Sie von der Bugspitze bis zum oberen Beginn des ersten Tarnstreifens, dann die Breite des ersten Tarnstreifens selbst und im Anschluss die Breite des zweiten Tarnstreifens. Notieren Sie sich die Ergebnisse auf einem Zettel – sie werden später noch benötigt.



Wiederholen Sie diese Vorgehensweise mit dem unteren Ende der Tarnstreifen. Notieren Sie sich auch hier wieder die Ergebnisse.



Nach dieser Verfahrensweise messen Sie die Position aller 3 Tarnstreifenpaare.



Beachten Sie, dass bei dem mittleren Tarnstreifenpaar 3 Bezugspunkte gemessen und notiert werden müssen: das obere Ende am Übergang zum Deck, das untere Ende in Höhe der Kielwasserlinie und der Scheitelpunkt in Höhe des Übergangs Zitadell-/Gürtelpanzer.



Ziehen Sie auf dem Deck eine Gerade von Bug zu Heck.



Im Anschluss übertragen Sie alle vorab notierten Längen von der Bugspitze zum jeweiligen Tarnstreifen auf dem Deck und ziehen an den Schnittpunkten eine rechtwinklige Gerade von Bordwand zu Bordwand.



Die so entstandenen Punkte an den Bordwänden sind die Bezugspunkte der Tarnstreifen am Rumpf.



Kleben Sie auf halber Höhe die Kielwasserlinie im Bereich unterhalb der Markierung ab. Verwenden Sie dazu nur ein geeignetes Masking Tape z. B. von Tamiya. Haushaltsübliche Klebebänder sind ungeeignet und würden den Übergang nicht scharf abtrennen bzw. den Lack beschädigen.



An den Linien 1, 3 und 5 legen Sie jetzt einen Winkel an den jeweiligen Schnittpunkten an und markieren dies auf dem Masking Tape.



Oberer und unterer Bezugspunkt sowie der richtige Winkel der Tarnstreifen sind erstellt.



Verbinden Sie (v. li. n. re.) den zweiten Schnittpunkt auf dem Deck mit der ersten Markierung auf dem Masking Tape, den vierten Schnittpunkt mit der zweiten Markierung und den sechsten Schnittpunkt mit der dritten Markierung.



Kleben Sie den weißen Tarnstreifen außen und am Übergang zum schwarzen Tarnstreifen mit Masking Tape ab.



Nachdem die weiße Farbe gut getrocknet ist, kleben Sie den schwarzen Tarnstreifen nach außen hin und am Übergang zum weißen Tarnstreifen ab und lackieren diesen.



Das fertige Ergebnis des ersten Tarnstreifenpaares. Die Position der restlichen Tarnstreifenpaare bzw. deren Lackierung erfolgen nach gleichem Schema. Wie oben schon erwähnt, müssen Sie für das mittlere Tarnstreifenpaar drei Bezugspunkte festlegen.

Heckwelle



Kopieren/pausen Sie die Umrisse der Heckwelle ab. Legen Sie dazu ein Blatt Papier/Pergament auf den Plan und ziehen Sie die Umrisse nach.



Schneiden Sie im Anschluss die Heckwelle mit einem Cutter oder einer Schere aus und kontrollieren Sie die Passgenauigkeit, indem Sie die ausgeschnittene Welle auf die gezeichnete Welle im Plan legen. Korrekturen können jetzt noch vorgenommen werden.



Übertragen Sie die Welle auf Masking Folie und schneiden Sie sie aus. Da wir die Umrandung der Welle brauchen und nicht die Welle selbst, kleben Sie das äußere Stück, aus dem die Welle ausgeschnitten wurde, passgenau an das Heck. Lackieren Sie das Innere mit weißer Farbe.



Das fertige Ergebnis

Version 3

Für diese Version müssen Sie zunächst den Rumpf der BISMARCK genauso bemalen wie bei Version 2 – es besteht keinerlei Unterschied. Anschließend geht es um die drei Schwarz-Weißen-Tarnstreifen auf beiden Seiten der Aufbauten.

Einleitend ein paar Worte zu der von uns gewählten Vorgehensweise, die nur eine von vielen Möglichkeiten darstellt. Zunächst werden nach dem mitgelieferten Gesamtplan im Modellmaßstab aus Ausgabe 136 und mithilfe der darauf angegebenen Maße und Markierungen die einzelnen Schablonen erstellt. Sie ermöglichen die Vorzeichnung schräger Linien zur Begrenzung der schwarzen und weißen Streifen auf den Aufbauten. Zeichnen Sie diese Linien auf die jeweils benötigten Teile der Aufbauten, unbedingt bevor Sie die einzelnen Aufbauten auf dem Oberdeck festkleben.

Diese Begrenzungslinien müssen die verschiedenen Formen der Aufbauten berücksichtigen. Die Bemalung muss den vorgezeichneten Linien folgen, aber auch die verschiedenen aufgesetzten Einzelteile beachten. Der Tarnanstrich des echten Schlachtschiffs Bismarck wurde innerhalb kürzester Zeit, aber sehr sorgfältig ausgeführt. Die Begrenzung der Farben war auf dem Original vielleicht nicht vollkommen präzise, doch vergessen Sie nicht, dass auf dem Modell im Maßstab 1/200 jeder Millimeter 20 Zentimetern auf dem echten Schiff entspricht.

Sobald Sie die jeweiligen Streifen mit dem Bleistift vorgezeichnet haben, werden sie mit der Airbrush ausgefüllt.



Im Folgenden stellen wir Ihnen exemplarisch das Anbringen der Schwarz-Weißen-Tarnstreifen auf der abgebildeten Steuerbordseite der achteren Aufbauten vor. Für die Backbordseite sowie für die beiden anderen Tarnstreifen auf beiden Seiten des Modells gehen Sie genauso vor.

Hinweis: Auf dem abgebildeten Teil der Aufbauten wurden noch nicht alle Einzelteile des Bausatzes angebracht, doch der Tarnanstrich lässt sich prinzipiell in jeder Konstruktionsphase durchführen.



Entnehmen Sie dem mitgelieferten Plan im Modellmaßstab die Form und Position der schwarzen und weißen Streifen des Tarnanstrichs. Übertragen Sie die Umrisse der Tarnstreifen auf ein viereckiges, etwas größeres Stück Bristolpapier oder Pappe. Das kann mithilfe von Paus- oder Kohlepapier oder auch mit dem betreffenden Ausschnitt aus einer Fotokopie des Plans erfolgen, der auf ein Stück Bristolpapier oder Pappe geklebt wird. Der Innenteil des Umrisses wird dann mit einer Schere oder einem Cutter ausgeschnitten. Die Schablone wird sodann in Höhe der Brücke gefaltet und an deren Breite angepasst.





Gleichen Sie die derart zugeschnittenen Schablonen an die Höhe der Aufbauten und die Breite der Decks an, damit sie sich zwischen die Wände und die Reling einfügen lassen.



Nach den vom Plan abgenommenen Maßen wird jetzt die erste Schablone angelegt und die Begrenzung mit einem Bleistift nachgezogen.





Anschließend legen Sie die Schablone für den schwarzen Tarnstreifen an die innere Begrenzungslinie an und zeichnen die äußere Begrenzung des schwarzen Tarnstreifens ein, sodass Sie am Schluss 3 parallel laufende Linien erhalten.



Jetzt legen Sie einen Anschlag an die gezogenen Linien an. Dieser Anschlag kann aus einem Stück Pappe o. Ä. sein.

Legen Sie zunächst den Anschlag an der mittleren Begrenzungslinie im Bereich des schwarzen Tarnstreifens an und füllen Sie den Bereich des weißen Tarnstreifens bis zur Mitte mit Farbe aus. Nachdem die Farbe gut getrocknet ist, legen Sie den Anschlag an die äußere Begrenzungslinie im Bereich des grauen Aufbauteils an und füllen den Rest mit Farbe aus.

Wiederholen Sie die Prozedur mit den Begrenzungslinien des schwarzen Tarnstreifens.



Nun kann man zu den Tarnstreifen des nächsten Decks übergehen. Nutzen Sie die bereits angebrachten Tarnstreifen als Ausgangspunkt für das Anlegen der Schablone und die Ausrichtung der Tarnstreifen. Manchmal kommt der Bleistift etwas von der Kante des Bristolpapiers ab. Dies lässt sich aber beim Anlegen des Anschlags ausgleichen.

Ziehen Sie wieder die Begrenzungslinien des weißen, und im Anschluss des schwarzen Tarnstreifens. Achten Sie darauf, die Ausrichtung des Tarnstreifens beizubehalten. Tragen Sie nun nach vorangegangener Art und Weise die Farbe auf.



Der Backbordteil der hinteren Aufbauten wird ebenfalls nach der oben beschriebenen Methode mit dem Tarnanstrich versehen. Wenn Sie Schritt für Schritt und Deck für Deck nach demselben Prinzip vorgehen, werden Sie die Tarnstreifen über die gesamte Höhe der Aufbauten erfolgreich aufbringen können.

Verfahren Sie beim Tarnanstrich auf dem Vorderteil des Modells wieder genauso wie zuvor. Der mitgelieferte Plan enthält die notwendigen Erklärungen sowie die Farbangaben, die zur realitätsgetreuen Nachbildung dieses Anstrichs notwendig sind. Achten Sie darauf, die Begrenzungslinien mit der Bleistiftmine zu ziehen, um der Form der Aufbauten gerecht zu werden. Gehen Sie abschnittsweise vor, damit Sie jeweils nur kleine Einheiten zum Bemalen in der Hand halten müssen.



Die Ansicht des Tarnanstrichs auf dem hinteren Teil des Modells. Hier fehlen allerdings noch zahlreiche Einzelheiten zur Fertigstellung des Modells.

Diese Version des Tarnanstrichs sollte wirklich nur ein sehr geübter Modellbauer anbringen, der sicher sein kann, sie auch erfolgreich abzuschließen.

Die Legende lebt.

Bei Ihrer Indienstnahme 1940 galt die Bismarck als das elegantestes, gefährlichstes und technologisch fortschrittlichstes Schlachtschiff der Welt.

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Dieses schwimmfähige Bismarck-Modell nach Originalbauplänen im Maßstab 1:200 hat die renomierte Modellbauwerft AMATI rekonstruiert und dabei einen faszinierenden und beeindruckenden Detailreichtum realisiert. Sie haben sogar die Möglichkeit Ihre Bismarck mit einem Motor auszurüsten und via Funkfernsteuerung auf große Fahrt zu schicken.
Wie Sie diese Komponenten erhalten, erfahren Sie im Laufe der Serie.

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